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Bei strahlendem Sonnenschein führten Egon Behrens (Verfasser der Dorfchronik) und Reinhold Baumgarten (Vorstand HWK und Arbeitskreis 800 Jahre Neetze), im Rahmen der Veranstaltung ElbeKult und der 800-Jahr-Feier in Neetze, zum zweiten Mal durch Dorf und Zeit. 50 interessierte Bürger aus Süttorf, Boltersen und Neetze, wanderten auf den Spuren vergangener Tage. Hinter dem Haus des Gutshofes hielt die Karawane zum ersten Mal inne, um sich von Behrens über historische Bedeutungen informieren zu lassen. Vor rund 800 bis 1000 Jahren befand sich auf dem heutigen Gelände für Wildtiere, mit ziemlicher Sicherheit eine Wasserburg. Die auf einer Inselfläche von 50 bis 60 Metern Durchmessern stehende Burg, diente jedoch nur als Fluchtort, der bei Gefahr aufgesucht wurde, so Behrens. Wissenschaftlichen Annahmen zu Folge, gab es in der Geschichte des Gutshofes zwei Adelsfamilien, die Familie von der Neetze und von Estorffs, wie heute auch die Zufahrtsstrasse zum Gutshof heisst. Seit 1961 ist der Hof in dem Besitz der Familie Cordes, die in dem 1809 erbauten Gutshaus leben, das nach Behrens Vermutungen das drittälteste Wohnhaus in Neetze ist. In dem ehemaligen Gartensaal, der von Familie Cordes heute Kaminzimmer genannt wird, durfte eingetreten werden, um sich dort von Behrens über die Innenausstattung des Gutshauses informieren zu lassen. So befanden sich im Haus 20 Zimmer mit einer Küche im Keller, die mit einem Brunnen ausgestattet war und für damalige Verhältnisse als modern galt. Nach einem kurzen Fußweg kamen die Exkursionshungrigen an der Neetzer Mühle an. Hier referierte Behrens über die vertikalen und horizontalen Strassenveränderungen, wegen des aufkommenden Verkehrs, sowie über seine Vermutung, dass er die Mühle für eines der ältesten Gebäude in Neetze, noch vor dem Gutshof und der Kirche, hält. Nach einer informationsreichen Wanderung durch die Geschichte der Mühle und des Gutshofes ging es zum Kaffee und Kuchenschmaus in den Neetzer Hof.
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