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Seit 20 Jahren gibt es das Förderprogramm „Dorferneuerung“ vom Land Niedersachsen. Viele Dörfer sind inzwischen in dieses Programm aufgenommen worden, und die Einwoh-ner/innen konnten die Besonderheit ihres Dorfes als Lebensraum herausstellen. Auch Neetze gehört seit dem 01.01.2002 dazu. In vielen Sitzungen, Versammlungen und Gesprächen wurde die besondere Situation, der unverwechselbare Charakter und die einmalige Lebensgemeinschaft in diesem Dorf mit den Menschen aus Neetze erörtert. Ein Arbeitskreis zur Dorferneuerung hat sich ein knappes Jahr mit Neetze und seinem Umfeld auseinandergesetzt. Zusammengefasst sind die entstandenen Ideen in einem Dorferneuerungsplan, der ein Entwicklungskonzept für die nächsten Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte darstellt.
Was ist das Besondere an Neetze? Als ich das erste Mal durch das Dorf fuhr, dachte ich mir: „Neetze hat eine schöne Atmosphäre.“ Wodurch dieses Bild entstanden war, wurde mir erst später bewusst: Es ist das gelungene Zusammenspiel von alten, dörflichen Gebäuden, den großen Laubbäumen, der Flussniederung inmitten des Dorfes und der bewegten Landschaft, in die sich das Dorf einfügt. Und dazu kommen die Menschen, die in Neetze wohnen.
Bewahrung von historischen Gebäuden Die älteste Gebäudeart, die das Bild in Neetze prägt, ist das Niederdeutsche Hallenhaus. Diese Gebäude sind ursprünglich in Fachwerk gebaut worden, um die Jahrhundertwende aber auch in massiver Ziegelbauweise mit aufwendigen Verzierungen in der Fassade. Ihre steilen Dächer sind in Neetze oftmals mit einem Halbwalm am Giebel ausgebildet. Durch das große Volumen nehmen sie eine vorherrschende Rolle innerhalb des Dorfes ein. Historische Bauten zu erhalten, aber auch umzunutzen, ist Bestandteil der Dorferneuerung.
Verbesserung des Wohnumfeldes In vielen Sitzungen des Arbeitskreises zur Dorferneuerung wurden eine Fülle von Ideen zusammen getragen, in welchen Bereichen des Dorfes Umgestaltungen und Erneuerungen vorgenommen werden können. Vorschläge wurden für wichtige Plätze im Ort, wie den Dorfplatz und das Kirchengelände, für verkehrsberuhigende Maßnahmen an den Straßen, aber auch für Verbesserungen von Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, wie am Kindergarten, an der Schule, an der Jugendbildungsstätte und am Spielplatz erarbeitet.
Als eine der ersten Maßnahmen, die im Rahmen der Dorferneuerung umgesetzt wurden, sind die Eingänge und die Umzäunung des Spielplatzes zu nennen. Die Idee, den vorhandenen Spielplatz am Bahnhof von Neetze auf dieses Thema auszurichten, wurde im Dorf-erneuerungsarbeitskreis entwickelt. Geplant ist, einen Schienenweg durch verschiedene Landschaften, wie Sandwüste, Steinbruch oder Kletterwald zu führen. In der Mitte steht eine große bespielbare Lokomotive. Die Eingänge wurden bereits mit Schranken und Andreaskreuzen ausgestaltet.
Astrid Pesel, Planerin der Dorferneuerung
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