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Der Bauernmarkt

Der Bauernmarkt der Samtgemeinde Ostheide zu Gast in Neetze

Im Herbst 2003 fand erstmalig ein regionaler Bauernmarkt vor dem Rathaus der Samtgemeinde Ostheide statt. Die Veranstaltung wurde ein Erfolg sowohl für die Beschicker als auch für die sonstigen Mitwirkenden und die Initiatorin. Ratsgremien und Veranstalter beschlossen den Markt jährlich zu wiederholen und werden im Jahr 2005 zu Gast in Neetze sein.

Im Rahmen dieser Festschrift möchte ich die Gelegenheit nutzen um die Umweltschutzaspekte dieses Bauernmarktes zu erläutern. Märkte haben eine sehr positive Anziehungskraft weil sie unter anderem Unerwartetes bereithalten können, Treffpunkte sind und jedermann sie unverbindlich aufsuchen kann. In einem derartig angenehmen Rahmen sollte es möglich sein Erzeuger und Verbraucher einander näher zu bringen.

Regionale Produkte zu kaufen bedeutet zum einen Wege zu sparen und zwar die eigenen und die des Produktes zum Verbraucher. Zudem bedeutet es auch gemäß des jahreszeitlichen Angebotes einzukaufen und frische Produkte zu erhalten. Wenn man sein Einkäufe bei den Direktvermarktern tätigt kann man die Erzeugerinnen und Erzeuger kennen lernen, ihnen Fragen stellen oder Tipps für Zubereitung und Lagerung erhalten.

Insbesondere der Dialog zwischen Anbietern und Verbrauchern soll im Rahmen dieses Bauernmarktes angeregt und gestärkt werden. Viel Unwissen auf beiden Seiten kann im Gespräch beseitigt und gegenseitiges Verständnis gefördert werden. Eine gesunde, allen zugängliche Ernährung ist im internationalen Vergleich keine Selbstverständlichkeit und deshalb erscheint es mir besonders wichtig, sich die Arbeitsschritte bei der Erzeugung unserer Nahrungsmittel klar zu machen. Im Rahmen einer Wissensralley für die ganze Familie, konnte unter anderem das Mysterium ab wann eine Kuh gemolken wird, geklärt werden. Dass eine Kuh jährlich ein Kalb gebären muss um Milch zu liefern, war kein Allgemeinwissen. Aber nur das Wissen um den Aufwand der Produktion kann zu einer echten Wertschätzung unserer Nahrung führen. Umgekehrt soll der Verbraucher seine Lieferanten aber auch zu Problemen befragen können. Landwirte sollen wissen was den Verbrauchern Sorgen bereitet und warum. Beide Seiten haben im Gespräch Gelegenheit ihr Verhalten zu überprüfen und Missverständnisse auszuräumen

Im Rahmen des Erntedankfestes, umgeben von Präsentationen der örtlichen Vereine Ausstellungen von Handwerkern und Angeboten für Kinder, werden die Landwirte als Direktvermarkter oder über den Einzelhandel wie Bäcker und Landschlachterei ihre Produkte verkaufen und den Besuchern Informationen geben.

Susann Haas Umweltbeauftragte

Erstellt von:

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