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Ein Umweltprojekt der Grundschule:
Patenschaft des Buckeigräberfeldes zwischen Neetze und Boltersen
- Erhalt einer Heidelandschaft Seit 1996 pflegen Schulkinder der Grundschule Neetze das Buckelgräberfeld; Herr Jaekel, Landschaftsschutzbeauftragter des Landkreises Lüneburg fragte bei uns an, seit dem sind wir dort 1 —2 mal im Jahr tätig.
Folgend einige Informationen zu unserer Arbeit: Zwischen der Gemeinde Neetze und der Samtgemeinde Scharnebeck, an einem Wirtschaftsweg, der von Neetze nach Boltersen führt, liegt, umgeben von Mischwald, eine Heidefläche, ca. 13,5 ha groß, gelegen am sogenannten Uhlenberg.
Eigentümer dieses Gebietes ist der Landkreis Lüneburg, der das Gebiet erst im Herbst 1998 für die Öffentlichkeit freigegeben hat (Eine ähnliche Anlage ist die Oldendorfer Totenstadt.) Bei dem Buckelgräberfeld handelt es sich um das einzige und in seiner Größe einmalige Gräberfeld mit weit über 0,5 bis 1 m hohen Hügelchen, die rund um ein ca. 3000 J. v. Chr. entstandenes großes Steinhügelgrab verstreut, angelegt wurden. Diese Hügelgräber sind laut dem Archäologen J.Assendorp zufolge in dem 3. —6. Jahrhundert nach Chr. entstanden. Vermutlich haben hier die Langobarden ihre verbrannten Toten bestattet. Die ausgegrabenen und teilweise gut erhaltenen Urnen geben einen Einblick in die damaligen Gebräuche.
1991 hat der Landkreis zunächst 4,5 ha des Geländes gekauft. Der dortige damalige Wald wurde aufgelichtet, um überhaupt die Meinen, leicht zu übersehenden Hügel sichtbar zu machen und rundherum wurde Heide gepflanzt.
Heidelandschaften entstanden ursprünglich u.a. durch Beweidung der Flächen durch Heidschnucken. Heute ist die Haltung der Tiere nicht mehr rentabel. Die Folgen zeigen sich schnell. Kiefern, Birken, vereinzelt auch andere Bäume und Sträucher besiedeln durch Anflugsamen die baumfreien Heideflächen. Lässt man sie wachsen, so wird solch eine Fläche nach einiger Zeit zum reinen Waldgelände. Die Besenheide zieht sich unter den Bäumen zurück und macht Nachfolgevegetationen Platz.
Heute erblickt man jedoch aufgrund des Einsatzes vieler fleißiger Helfer vor allem in der Blütezeit ein bemerkenswertes Bild.
Nach der archäologischen Bedeutung entwickelt sich hier die größte Heidefläche im Ostkreis des Landkreises. Experten haben mittlerweile typische Heidebewohner festgestellt, sogar die sehr seltene und bestandsbedrohte blauflügelige Ödlandschnecke kann man hier antreffen.
Mach Rücksprache mit dem Kollegium und dem Schulelternrat wurde auf einer Gesamtkonferenz die Übernahme der Patenschaft beschlossen. Unsere Schulkinder waren und sind von diesem Einsatz vollauf begeistert.
Und so zogen erstmalig im September 1996 Schulkinder mit Lehrkräften und Eltern in dieses Areal. Herr Assendorp klärte die Kinder über den geschichtlichen Hintergrund auf, dann packten alle mit an. Mit Muskelkraft, Spargelstechern, Gartenscheren wurden Sprosse von Birken , Kiefern, Eichen, Faulbäumen aus der Erde gezogen. Spannend war auch der Wettbewerb, wer die längsten Wurzeln aus der Erde ziehen kann. Und natürlich gab es immer wieder Tiere zu beobachten: Eidechsen, Schnecken, Schmetterlinge. Schließlich türmte sich am Rand des Gräberfeldes ein Berg gesammelter kleiner Büsche und Bäume. Zwischendurch versammelten sich die Kinder zum großen Picknick bei ihren Eltern und Lehrkräften. Zumal es vom Förderverein gespendeten Saft für die schweißtreibende Arbeit gab.
Seit diesem Jahr ziehen Grundschulkinder der Schule Neetze mindestens einmal jährlich zum Buckelgräberfeld. immer wieder gibt es neue Dinge zu entdecken.
1998 weihten die Schulkinder mit dem Buckelgräber-Rap die nun offiziell als Kulturdenkmal ausgewiesene Stätte ein.
Buckelgräber-Rap
1) Hallo Leute wir sind heute in der Heide hier, alle Schüler, alle Lehrer und so manches Getier! Wir bewegen uns im Regen ohne Unterschied. Oder schwitzen in der Hitze und wir singen ein Lied. Refrain: Beim Buckelgrab, ... (4x). Ja wir fühlen uns toll, und wir sind gut drauf, beim Entkusseln ha‘m wir immer unsre Mütze auf.
2) Ob Eichen, Birken, Kiefern oder anderes Gesträuch, wir reißen sie heraus, das ist kein dummes Zeug. Damit die Buckel besser zu sehen sind, halten wir die Heide kurz, das weiß doch jedes Kind. Refrain: Beim Buckelgrab, ... (4x).
3) Ja wir schleichen und wir flitzen auf der Heide herum, bei jedem Wind und Wetter, das nehm‘ wir gar nicht krumm. Um euch dies zu sagen kam‘ wir heute hier hinaus unser Buckelgrab ist fertig, und wir bitten um Applaus. Für unser Buckelgrab, unser Buckelgrab, für unser Buckelgrab, unser Buckelgrab, für unser Buckelgrab, unser Buckelgrab, für unser Buckelgrab, unser Buckelgrab!
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